HPU/KPU – wenn der Körper aus dem Gleichgewicht gerät
Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl: Irgendetwas stimmt nicht! Die Energie fehlt, der Alltag wird zur Herausforderung. Müdigkeit, Erschöpfung, innere Unruhe – und dazu eventuell körperliche Beschwerden, wie z.B. Verdauung, Hormone, PMS, Schlaf, Stimmung und eventuell Fehlgeburten oder Schwierigkeiten Schwanger zu werden– vieles scheint aus dem Gleichgewicht geraten zu sein.
Viele Menschen, die sich mit solchen Symptomen konfrontiert sehen, haben bereits eine lange „Odysee“ hinter sich. Zahlreiche Arztbesuche, viele Tests und Untersuchungen und am Ende oft die Diagnose: „psychosomatisch“.
Doch viele spüren intuitiv – da steckt mehr dahinter.
Eine mögliche Ursache, die bislang wenig bekannt ist, aber viel häufiger vorkommt als gedacht, ist eine besondere Stoffwechselbesonderheit: die Hämopyrrollaktamurie (HPU) oder Kryptopyrrolurie (KPU). Sie kann mit einer Vielzahl unspezifischer Beschwerden einhergehen und bleibt oft lange unerkannt.
Die gute Nachricht: ein spezieller Urintest kann Hinweise auf das Vorliegen einer HPU/KPU liefern. Das entsprechende Testset erhalten Sie direkt bei mir in der Praxis.
Erfahrungen zeigen, dass bei Betroffenen häufig bestimmte Mikronährstoffe nicht ausreichend verfügbar sind – insbesondere das aktive Vitamin B6 (Pyridoxal-5-Phosphat), Zink und mitunter auch Mangan. Diese Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle im HPU/KPU Stoffwechsel und können bei einem Ungleichgewicht vielfältige Auswirkungen haben. Eine gezielte Betrachtung und Unterstützung kann hier sinnvoll sein – immer abgestimmt auf Ihre persönliche Situation.
In meiner Naturheilpraxis begleite ich Menschen, die sich mit chronischer Erschöpfung und verschiedenenen Symptomen auseinandersetzen – insbesondere bei Verdacht auf HPU/KPU. Dabei verbinde ich fundiertes Wissen mit einem ganzheitlichen Blick auf Körper und Seele.
Meine persönliche Erfahrung mit HPU/KPU hat mir gezeigt, wie herausfordernd der Weg zur Klarheit und Gesundheit sein kann. Deshalb ist mir die individuelle und ganzheitliche Begleitung meiner Patientinnen und Patienten ein echtes Herzensanliegen.
Zusätzlich zu meinen eigenen Erfahrungen mit HPU und KPU habe ich im März 2026 mit erfolgreicher Prüfung meine Ausbildung zum HPUandYou-Coach unter der Leitung von Sonja Schmitzer und Sonja Ilitz abgeschlossen.
Mögliche Symptome bei HPU/KPU
Die Hämopyrrollaktamurie (HPU) bzw. Kryptopyrrolurie (KPU) ist eine Stoffwechselbesonderheit, die mit einer Vielzahl unspezifischer Beschwerden einhergehen kann. Die Symptome sind oft wechselhaft und individuell verschieden – abhängig davon, welche Mikronährstoffe im Körper fehlen oder nicht ausreichend verwertet werden.
Körperliche Symptome
- Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Verdauungsprobleme (z. B. Blähungen, Reizdarm, Verstopfung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten)
- Häufige Infekte und ein geschwächtes Immunsystem
- Kälteempfindlichkeit
- Hautprobleme oder allergische Reaktionen
Psychische und neurologische Beschwerden
- Stimmungsschwankungen, Ängste oder depressive Verstimmungen
- Konzentrationsstörungen, „Brain Fog“
- Schlafprobleme und verminderte Stressresistenz
Hormonelle Dysbalancen
- Menstruationsbeschwerden, PMS
- Schilddrüsenfunktionsstörungen (z. B. Hashimoto-Thyreoiditis)
- Hormonelle Ungleichgewichte, z. B. bei PCOS
HPU bei Kindern – mögliche Verbindung zu ADHS
Auch Kinder können von einer HPU betroffen sein. Besonders bei ADS oder ADHS kann ein durch HPU bedingter Mangel an Zink, aktivem Vitamin B6 und Mangan die Regulation von Neurotransmittern wie Dopamin und Serotonin beeinflussen.
Typische Hinweise bei Kindern:
- Konzentrations- und Lernschwierigkeiten
- Innere Unruhe und ausgeprägte Impulsivität
- Emotionale Überreaktionen
- Schlafstörungen
- Häufige Infekte oder Hautprobleme
Diagnostik und gezielte Therapie
Ein spezieller Urintest kann Hinweise auf das Vorliegen einer HPU/KPU liefern. Das entsprechende Testset erhalten Sie direkt in meiner Praxis – inklusive Anleitung und Auswertung.
1. Mikronährstofftherapie
Zielgerichtete Supplementierung von individuell abgestimmten Vitalstoffen wie z.B: Zink, aktivem Vitamin B6 (Pyridoxal-5-Phosphat), Mangan und Magnesium. Die Auswahl erfolgt auf Basis Ihrer Laborwerte und Ihres Beschwerdebildes – keine pauschalen Mischungen, sondern eine individuelle Therapie.
2. Ernährungstherapie
Eine entzündungsarme, nährstoffreiche Ernährung unterstützt den Stoffwechsel und kann zur Stabilisierung beitragen. Empfehlenswert sind frisches Gemüse, hochwertige Eiweißquellen und gesunde Fette. Zucker, Gluten, Milchprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel sollten möglichst reduziert oder weggelassen werden.
3. Systemische Begleitung
- Darmregulation und Unterstützung der Entgiftungsorgane
- Stressmanagement durch Atemtechniken, Bewegung oder Entspannungsverfahren
Verlauf und Perspektive
Mit einer konsequenten Umsetzung der Therapie können sich Beschwerden spürbar verbessern. Einige Betroffene berichten bereits nach wenigen Wochen von mehr Energie, besserer Konzentration und gesteigertem Wohlbefinden. Der gesamte Regenerationsprozess kann aber mehrere Monate bis über ein Jahr dauern. Regelmäßige Verlaufskontrollen und eine individuelle Anpassung der Maßnahmen sind dabei essenziell.
